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Neozoen und Neophyten

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Artvermischung

Viele "Arten", die sich schon lange getrennt entwickeln und auch äußerlich oft deutlich voneinander unterscheidbar sind, hybridisieren nur deshalb in der Natur nicht miteinander, weil sie geographisch getrennt sind.
Für fertile Bastarde aus dem zoologischen Bereich hier nur stellvertretend einige Beispiele:
  • ein weibliches Maultier, das sich mehrfach erfolgreich mit Esel- und auch Pferdehengsten fortpflanzte.
  • Italiensperlinge (Hybride zwischen Haussperling Passer domesticus und Weidensperling Passer hispaniolensis). Der Italiensperling hat im Verbreitungsgebiet die Elternarten vollständig durch Hybridschwärme ersetzt, während es auch Regionen ohne Hybridbildung zwischen den Elternarten gibt.
Auch eine genetische Verdrängung durch Hybridisierung ist möglich, so hat die in Australien eingeführte Stockente Anas platyrhynchos die dort ursprünglich beheimatete Augenbrauenente Anas superciliosa durch Hybridisierung gebietsweise völlig verdrängt.
Es stellt sich die Frage, wieviel Veränderung im Evolutionsgeschehen "normal" ist und ab welchem Punkt ein Handlungsbedarf besteht, sowie rein pragmatisch die Frage nach der Durchführbarkeit von Maßnahmen.
In der Falknerei besteht zur Zeit ein enormes Interesse an Hybridfalken (meist durch künstliche Besamung) (welche für die Beizjagd besser geeignet sind jedoch, wenn sie entfliegen (bis zu 7%)) eine große Gefährdung für die heimische (Raub-)Vogelwelt darstellen.
Auch die lokale Differenzierung und Feinanpassung der heimischen Populationen wird abgelöst durch durchsetzungsstarke, an die Umwelt besser angepaßte genetische Einheiten der gleichen Art, häufig mit Domestikationsmerkmalen. Subspecies oder Zuchtrassen (z.B. aus der Fischzucht: besonders Lachs, Meer- und Bachforelle, Hecht, Karpfen; aus Fisch-Importen; aus Auswilderungen) oder durch domestizierte Populationen (z.B. der Parkschwan Cygnus olor immutabilis; die Park-Stockente Anas platyrhynchos) (Parallele zu genmanipulierten Arten wie z.B. Soja).


Ökologische Effekte:
- Konkurrenz
- Veränderung von Funktionen im Ökosystem (Veränderung von Energie- und Stoffkreisläufen (z.B. durch Eingriffe in Mineralisierungsprozesse), Änderung des Ressourcenverbrauchs (z.B. Wasserverbrauch, Förderung der Bodenerosion))
- Aussterben einer einheimischen Art (an einem Ort oder generell)
- genetischer Transfer (von der Entstehung von Hybridzonen bis zum Auslöschen heimischer allelischer Diversität)
- Homogenisierung der Ökosysteme
- toxische und allergene Wirkungen
- Erschließung neuer Lebensräume (z.B. durch Salz- und Kälteresistenz)
Wirtschaftliche Effekte:
- Behinderung von Wirtschaftsarten
- Verlust genetischer Grundlagen für die Züchtung
- Entstehung neuer Arten- Übertragung von Krankheiten
- Behinderung / Bereicherung der Erholungsnutzung
- Behinderung im Verkehrsbereich (z.B. Schiffahrt)
  
Welcher Pilz ist das? 170 Pilze einfach bestimmen - typische Merkmale auf einen Blick (Kosmos-Naturführer) (Taschenbuch)
von Markus Flück
Siehe auch:
Welcher Baum ist das? 170 Bäume einfach bestimmen - typische Merkmale auf einen Blick (Kosmos-Naturführer)
von Joachim Mayer
Welcher Vogel ist das? 170 Vögel einfach bestimmen - typische Merkmale auf einen Blick (Kosmos-Naturführer)
von Volker Dierschke
Kosmos Pilzführer für unterwegs. Die 180 wichtigsten Pilze und wo man sie wirklich findet
von Hans E. Laux
Welche Blume ist das? (Kosmos-Naturführer)
von Eva-Maria Dreyer
 
    
     
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